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Fachlexikon

 

Diagnosen

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist für rund 30 Prozent aller Neuerblindungen verantwortlich und damit die häufigste Ursache für eine dauerhafte erhebliche Sehverschlechterung bei Patienten über 50 Jahren in der westlichen Welt.

 

Es handelt sich dabei um eine im Alter auftretende Erkrankung der Netzhaut, die zum Verlust der Sehkraft im Bereich des schärfsten Sehens, der Makula, führt.

 

Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einem zentralen Gesichtsfeldverlust, was die Betroffenen in ihren Alltagsbeschäftigungen (Hausarbeit, Kochen, Lesen, Fernsehen) zunehmend einschränkt. Das Erkennen von Gesichtern und die Fahrtauglichkeit gehen verloren. Das Umgebungssehen der Patienten und damit auch die Orientierungsmöglichkeit im Raum bleiben in der Regel erhalten.

 

Die häufigere Form der AMD ist durch trockene Veränderungen in der Netzhautstruktur (Atrophie, Pigmentverschiebungen, Gefäßneubildungen) gekennzeichnet. Um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, empfiehlt man den Betroffenen spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit Lutein, Biotin und Omega-3-Fettsäuren.

 

Treten zusätzlich Blutungen oder ein Ödem auf, spricht man von der feuchten Form der AMD. Symptome sind eine rasche Minderung der Sehleistung und das sogenannte Verzerrtsehen (Metamorphopsien).

 

Eine frühe Erkennung sowie die schnellstmögliche Behandlung mittels Medikamenteneingabe ins Auge sind für die Prognose des Krankheitsverlaufs besonders wichtig. Dabei sind regelmäßige spaltlampenmikroskopische Untersuchungen in unserer Praxis sowie weitere Bildgebende Verfahren wie die OCT und Fluoreszenzangiographie (in der Tagesklinik durchführbar) notwendig. Die IVOM-Therapie (intravitreale operative Medikamenteneingabe) wird ambulant im OP unserer Tagesklinik durchgeführt.

 

Neben einem hohen Lebensalter gelten die lebenslange UV-Licht-Exposition, Rauchen und genetische Komponenten (familiäre Häufung) als mögliche krankheitsfördernde Faktoren.

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Diabetes mellitus

ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die u.a. krankhafte Gefäßveränderungen der Netzhaut verursachen kann (diabetische Retinopathie).

 

Die Netzhautgefäße werden durch Veränderungen in der Wandstruktur instabiler und poröser. Je nach Ausprägungsgrad der Erkrankung zeigen sich Aussackungen der Kapillarwände (Mikroaneurysmen), Ablagerungen (harte Exsudate) durch mangelnden Abtransport der Stoffwechselprodukte, Blutungen und Ödeme durch Flüssigkeitsaustritt aus den Gefäßen bis hin zu Verschlüssen der Gefäße.

 

In fortgeschrittenem Stadium der Erkrankung, bilden sich neue Gefäße, auch Proliferationen genannt, die Einblutungen in den Glaskörper verursachen und damit zu einer starken Sehminderung bzw. plötzlichen Erblindung führen können.

 

Im Endstadium ist sogar die Entstehung einer Netzhautablösung durch die Proliferationen möglich.

 

Die diabetische Retinopathie verläuft in den anfänglichen Stadien in der Regel symptomlos. Eine Sehstörung tritt oft erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung ein. Ist die Netzhautmitte jedoch von der Erkrankung mit betroffen, nimmt die Sehleistung der Patienten durch das diabetische Makulaödem (DMÖ) merklich ab. Dann ist die Behandlung mittels IVOM (intravitrealer operativer Medikamentengabe) indiziert. Netzhautbereiche mit stark eingeschränkter Durchblutung werden mittels Laserkoagulation behandelt. In sehr fortgeschrittenen Stadien kann eine Netzhautchirurgie (Pars-plana-Vitrektomie) notwendig werden.

 

Diabetespatienten werden regelmäßige augenärztliche Kontrollen zur Vorsorge empfohlen. Dabei muss die Pupille weitgestellt werden (Mydriasis), um die Netzhaut ausreichend gut beurteilen zu können. Daher sollten die Betroffenen nicht selbst mit dem Auto zur Untersuchung kommen. Nach weitgestellter Pupille besteht für ca. 4 Stunden ein Fahrverbot. Bei vorliegender diabetischer Retinopathie ist Stadien abhängig oft zusätzlich eine OCT und Fluoreszenzangiographie notwendig.

 

Die diabetische Retinopathie ist in Europa und Nordamerika die häufigste Erblindungsursache bei Menschen zwischen 20 und 65 Jahren. Dank der IVOM-Therapie konnten die Erblindungsraten in den letzten 10 Jahren jedoch drastisch gesenkt werden.

 

Die wichtigsten Ursachen der diabetischen Retinopathie sind die Dauer der Zuckererkrankung, die nicht erkannte oder schlecht eingestellte Erkrankung und das zusätzliche Vorliegen eines Bluthochdruckes.

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Grauer Star (Katarakt)

Als grauen Star bezeichnet man eine Trübung der Augenlinse, welche das Sehen nachhaltig beeinträchtigt. Die häufigste Kataraktform ist der sogenannte Altersstar, der bei Personen ab dem 60. Lebensjahr eintritt. Aber auch nach Verletzungen des Auges, als Komplikation bei Diabetes oder einer Kortisondauertherapie kann sich die Linse im Auge eintrüben. Es gibt auch angeborene Linsentrübungen bei Kindern.

 

Augentropfen oder Laserbehandlungen helfen nicht gegen den grauen Star.

 

Um die Sehkraft der Betroffenen zu verbessern, wird die getrübte natürliche Linse aus dem Auge entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt (Kataraktoperation). Die Operation kann in unserer Tagesklinik Am Packhof ambulant in lokaler oder allgemeiner Anästhesie durchgeführt werden. Die Voruntersuchung, eine Beratung zur Auswahl des Kunstlinsenimplantats (Monofokale, Multifokale, Torische Linse) und die operative Nachsorge ist in unserer Außenstelle in Lehnin möglich.

 

Nach einer Kataraktoperation kann es im Heilungsverlauf zur Ausbildung eines Nachstars, einer Trübung der Linsenkapsel, kommen. Dies führt zu einer allmählichen Sehverschlechterung/Verschwommensehen. Zur Behandlung wird mittels YAG-Laser die Hinterkapsel eröffnet. Diese kurze, schmerzfreie Behandlung wird auch in der Tagesklinik Am Packhof angeboten.

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Grüner Star (Glaukom)

Das Glaukom, umgangssprachlich „Grüner Star“, ist eine Erkrankung, bei der es zu einem Verlust von Nervenfasern am Sehnerv und an der Netzhaut kommt.

 

Es gibt verschiedene Formen des Grünen Stars. Die häufigste ist das sogenannte Offenwinkelglaukom. Dabei führt ein individuell erhöhter Augeninnendruck (Missverhältnis zwischen Kammerwasserproduktion und Kammerwasserabfluss), zu Durchblutungsstörungen und Schäden der sensiblen Nervenfasern. Dies zeigt sich durch eine zunehmende trichterförmige Eindellung des Sehnervenköpfchens (Papillenexkavation) und in Ausfällen im Gesichtsfeld, welche allerdings von den Betroffenen erst spät bemerkt werden. Nur bei einem Glaukomanfall (bei Engwinkelglaukom) steigt der Augeninnendruck anfallsartig sehr hoch an, was zu akuten Symptomen wie Augen- und Kopfschmerzen, Augenrötung und Sehverlust führt.

 

Bei ca. einem Drittel der Glaukompatienten ist der Augeninnendruck jedoch nie erhöht (Normaldruckglaukom). Hier spielen wahrscheinlich Blutdruckschwankungen und phasenweise Gefäßverengungen (Vasospasmen) die Hauptursache für ein Fortschreiten der Erkrankung.
Da ein Glaukom v.a. im Anfangsstadium oft lange Zeit nicht vom Patienten bemerkt wird, sind Vorsorgeuntersuchungen sehr wichtig. Bleibt der grüne Star unbehandelt, führt er langfristig zur Erblindung. 

 

Wir bieten in unserer Praxis folgende individuelle Vorsorgeuntersuchungen an

  • Glaukomvorsorge (Messung des Augeninnendruckes und Beurteilung der Papille)
  • Erstellung von Tagesdruckprofilen
  • Gesichtsfelduntersuchungen: Weis-Weis Perimetrie
  • Fotodokumentation der Papille

 

Eine erweiterte Vorsorge und Verlaufskontrolle ist in unserer Tagesklinik Am Packhof in Brandenburg möglich

  • Hornhautdickenmessung (Pachymetrie)
  • Präzisionsvermessung des Sehnervenköpfchens (Papille) und der Nervenfaserdicke zur Verlaufsbeobachtung (OCT, HRT)

 

Diese Untersuchungen werden von den privaten Krankenversicherungen in der Regel in voller Höhe erstattet. Für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen werden diese Leistungen zum Teil durch die Krankenkassen nicht übernommen. Es besteht die Möglichkeit, die zusätzlichen diagnostischen Möglichkeiten per Selbstzahlerleistung in Anspruch zu nehmen.

 

 

Therapie des Glaukoms

 

Zur Behandlung des Glaukoms stehen verschiedene Medikamente, z.B. in Form von Augentropfen, zur Verfügung. Sie unterdrücken die Entstehung oder verbessern den Abfluss des Kammerwassers. In unserer Tagesklinik führen wir die Argon-Laser-Trabekuloplastik (ALT) zur Behandlung bestimmter Glaukomformen durch. Die Behandlung ist schmerzfrei, dauert einige Minuten und verursacht keine ernsthaften Nebenwirkungen. Die Laser Trabekuloplastik ist eine Krankenkassenleistung. Eine operative Behandlung ist ambulant mittels i-Stent oder Trabekulektomie möglich.

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Schielen (Strabismus)

Von Schielen (Strabismus) spricht man, wenn eine ständige oder immer wieder auftretende Fehlstellung eines oder beider Augen vorliegt. Beide Augen schauen nicht in die gleiche Richtung. Schielen ist nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern oft mit einer schweren Seh-Behinderung verbunden.

 

Ursachen des Schielens

  • erbliche Veranlagung
  • Risikofaktoren während der Schwangerschaft oder Geburt
  • angeborene hohe und/oder seitenbezogene ungleiche Brechungsfehler
  • einseitige Linsentrübungen
  • selten auch Tumore im Auge oder Verletzungen

 

Schielformen

Schielen kann in allen möglichen Richtungen, auch kombiniert auftreten.

  • Innenschielen (Esotropie)
  • Außenschielen (Exotropie)
  • Höhenschielen (Hyper-,Hypotropie)

 

Okklusionsbehandlung

Bei einer bestehenden Sehschwäche (Amblyopie) wird das nicht schielende, besser oder normal sehende Auge in der Regel mit einem Augenpflaster abgeklebt. Diese Behandlung kann die Sehschwäche beseitigen, das Schielen wird dadurch nicht geheilt.

 

Augenmuskeloperation

Wenn der Schielwinkel so groß ist, dass eine beidäugige Zusammenarbeit nicht möglich ist, sollte eine Korrektur der Fehlstellung durch eine Operation an den Augenmuskeln erfolgen. Vorzugsweise wird dies im 5. Lebensjahr durchgeführt. Wesentliche Voraussetzungen für die Durchführung einer Augenmuskel-OP sind das regelmäßige Tragen der Brille, eine beseitigte Ambylopie und eine gute, ausreichende Kooperation während der Untersuchung.

 

Prismen
Bei Patienten mit latentem, versteckten Schielen (Heterophorie) kann versucht werden, auftretende Doppelbilder mit einer zusätzlichen optischen Korrektur (Prismen) zu beseitigen.

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Untersuchungs- & Behandlungsverfahren

FAG-Fluoreszenzangiographie

Die Fluoreszenzangiographie ist eine diagnostische Untersuchung, die die Darstellung der Blutgefäße im Auge ermöglicht. Dafür wird ein Farbstoff (Fluoreszein) in die Armvene gespritzt. Anschließend werden Fotos des Augenhintergrundes in einer bestimmten Zeitfolge angefertigt. Die Pupille muss für die Untersuchung weit getropft sein. Bei Patienten mit bekannter Fluoreszein-Unverträglichkeit oder eingeschränkter Nierenfunktion kann diese Untersuchung ggf. nicht durchgeführt werden.

 

Die Fluoreszenzangiographie ist zur Diagnostik bzw. Verlaufskontrolle verschiedener Augenerkrankungen notwendig, wie z. B. bei diabetischer Netzhauterkrankung, bei alterbedingter Makuladegeneration, sowie bei Gefäßverschlüssen der Netzhaut oder Tumoren.

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Hornhautdickemessung (Pachymetrie)

Das Auge ist mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt. Dieses Kammerwasser sorgt mit einem konstanten Druck dafür, dass das Auge seine feste Form behält.
 
Eine häufige Ursache für die Schädigung des Sehnervenkopfes (Glaukom) ist die Erhöhung des Augeninnendrucks.
 Die übliche – auch von uns angebotene – Glaukom-Vorsorge umfasst die Beurteilung der Sehnerven mit dem Spaltlampenmikroskop und die Messung des Augeninnendrucks.
 
Für die Messung des Augeninnendrucks stehen uns spezielle Messgeräte (Tonometer) zur Verfügung. Diese sind auf eine mittlere Hornhautdicke (550µm) geeicht. Die Hornhautdicke schwankt jedoch und ist von Mensch zu Mensch verschieden – so wie es auch große und kleine Ohren gibt.
 
Wenn die Hornhaut überdurchschnittlich dick oder dünn ist, kann es zu Abweichungen bei der Messung des Augeninnendrucks kommen. Ist die Hornhaut beispielsweise sehr dünn, misst das Tonometer zu niedrige Druckwerte. Der Druck im Augapfel scheint in Ordnung, in Wirklichkeit ist er jedoch zu hoch und der Sehnerv wird geschädigt.

 

Warum Hornhautdickemessung?

Nur wenn die Dicke der Hornhaut bekannt ist, können bei einer Augendruckmessung Rückschlüsse auf den tatsächlichen Augeninnendruck gezogen werden.
 
Die Hornhautdickemessung (Pachymetrie) ist schmerzfrei und nicht belastend. Nur durch diese Untersuchung lässt sich Ihr persönlicher Korrekturfaktor genau ermitteln, wodurch eine korrekte Messung des Augeninnendrucks möglich wird. Ist der Augendruck zu hoch, so kann dieser durch Medikamente oder einen kleinen Eingriff gesenkt und einer weiteren Schädigung des Sehnervenkopfes vorgebeugt werden.

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HRT (Heidelberg Retina Tomographie)

Die HRT (Heidelberg Retina Tomographie) ist eine bildgebende Laser-Scanning-Tomographie und wird bei der Früherkennung und Verlaufskontrolle des Glaukoms (Grüner Star) eingesetzt.

 

Mit einer speziellen Laserkamera werden Sehnervenkopf und die retinale Nervenfaserschicht ausgemessen. Die Messwerte werden gespeichert und bei einer späteren Folgeuntersuchung verglichen. Dies ermöglicht eine genaue Verlaufskontrolle, um eine Therapieindikation bzw. das Ansprechen auf die Therapie besser einschätzen zu können. Neben der funktionellen Gesichtsfeldmessung stellt die HRT eine zusätzliche objektive Messmethode zur Einschätzung des Krankheitsverlaufs dar und bietet Arzt und Patient mehr Sicherheit bei Früherkennung und Behandlung des Glaukoms.

 

Ein Weittropfen der Pupillen ist in den allermeisten Fällen nicht erforderlich und die Untersuchung erfolgt berührungslos.

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IOL-Master

Der-IOL-Master ist eine laserbasierte Vermessungsmethode des Augapfels (Laser-Biometrie). Dabei werden Augapfellänge, Hornhautradien und Vorderkammertiefe ermittelt. Außerdem kann die notwendige Stärke der Kunstlinse aus den jeweils aktuellen Datenbanken mittels IOL-Master® berechnet werden.

 

Die Laser-Biometrie ist wesentlich genauer als die Ultraschall-Biometrie und erfolgt ohne Berührung der Hornhaut und ohne Erweiterung der Pupille.

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IVOM intravitreale operative Medikamenteneingabe

Es handelt sich dabei um eine minimal invasive Behandlungsmethode, bei der verschiedene Medikamente in den Glaskörper des Auges direkt injiziert werden. Diese Therapie wird bei Netzhauterkrankungen angewandt, wie z.B. bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), bei der diabetischen Makulaerkrankung sowie bei Makulaödem infolge von Gefäßverschlüssen, Uveitis oder anderen entzündlichen Prozessen.

 

Die Medikamenteneingabe ins Auge erfolgt bei weit gestellter Pupille unter örtlicher Betäubung und sterilen Bedingungen im Operationssaal. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und ist in der Regel völlig schmerzfrei. Schwerwiegende Komplikationen, wie intraokuläre Infektionen oder Verletzungen der Linse oder Netzhaut, sind extrem selten. Am Tag nach der Injektion findet eine Nachkontrolle statt. Eine postoperative antibiotische Tropftherapie ist nicht notwendig.

 

In aller Regel ist eine Serientherapie notwendig, d.h. es erfolgen mehrere Injektionen im zeitlichen Abstand von ca. 4-6 Wochen. Der Erfolg der Behandlung ist in der Entwicklung des Sehvermögens und/oder am Befund der Netzhaut (OCT/FAG) zu messen. Dabei sind die einzelnen Verläufe sehr individuell. Eine Stabilisierung des Krankheitsverlaufes ist das Hauptziel. Oftmals kann auch eine Besserung des Sehvermögens erreicht werden. Da die Grunderkrankungen der Netzhaut (AMD, Diabetisches Makulaödem, Gefäßverschlüsse) chronische Erkrankungen sind, ist die Dauer der Behandlung sehr unterschiedlich und wird bei jedem Patienten individuell und Befundabhängig festgelegt. Bei Patienten mit Diabetes oder Gefäßverschlüssen sollten die Risikofaktoren wie Blutdruck und Blutzucker gut eingestellt sein, da dies die Behandlung der Augen positiv beeinflusst.

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OCT (Optische Kohärenztomographie)

Die OCT (Optische Kohärenztomographie) ist ein modernes bildgebendes Untersuchungsverfahren des Augenhintergrundes, mit dem die tieferen Netzhautschichten und der Sehnervenkopf mittels Laserlicht hochauflösend geschichtet dargestellt werden können. Auch der vordere Augenabschnitt mit Vorderkammer, Linse und Regenbogenhaut lässt sich mit dieser Untersuchung ähnlich einer Ultraschallbiomikroskopie darstellen. Neuere Geräte bieten zudem die Möglichkeit der statischen Darstellung der Durchblutung von Netz- und Aderhaut – im Gegensatz zur Angiografie ohne Farbstoff. Die OCT ist eine berührungsfreie Untersuchungsmethode, die nur wenige Sekunden dauert und meist bei weiter Pupille durchgeführt wird. Dabei werden hochauflösende Bilder geliefert, die eine sehr detaillierte Darstellung der Netzhautstrukturen ermöglichen.

 

Hauptsächlich eingesetzt wird die OCT bei der Diagnostik zahlreicher Makulaerkrankungen

  • Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
  • Diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie)
  • Verschlüsse der Netzhautgefäße
  • Makulaödeme (Schwellungen)
  • Epiretinale Gliose, Macula pucker, Makulaforamen

 

Die klinische Bedeutung der OCT liegt in der Diagnostik, Verlaufskontrolle und Beurteilung des Therapieerfolgs der IVOM-Therapie (Intravitreale operative Medikamentengabe) bei den o. g. Erkrankungen.

 

Bei Patienten mit Grünem Star bietet die OCT durch die hochauflösende Darstellung des Sehnervenkopfes und der retinalen Nervenfasern eine genauere Einschätzung bzw. Überwachung des Krankheitsverlaufs. Daher wird die OCT neben der HRT auch zum Glaukom- Monitoring genutzt.

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Okklusionsbehandlung

Bei einer bestehenden Sehschwäche (Amblyopie) wird im Kindesalter das nicht schielende, besser oder normal sehende Auge in der Regel mit einem Augenpflaster abgeklebt. Diese Behandlung kann die Sehschwäche beseitigen, das Schielen wird dadurch nicht geheilt.

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Pentacam

Die Pentacam vermisst mit einer automatisch rotierenden Scheimpflug-Kamera den kompletten vorderen Augenabschnitt (gesamte Hornhaut, Vorderkammer und die Linse) in weniger als 2 Sekunden. Dabei werden das Zentrum der Hornhaut und die vorhandene Verkrümmung präzise analysiert und von der Software ausgewertet. Eventuelle Trübungen in der Hornhaut oder in der Linse werden sichtbar gemacht und objektiv quantifiziert.

 

Der Messvorgang verläuft kontaktlos und dauert wenige Sekunden.

 

Beim Vorhandensein einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ist die Untersuchung mittels Pentacam im Rahmen einer geplanten Grauer-Star-Operation sinnvoll, da die Wahl der bestgeeigneten IOL (intraokulare Linse) damit präziser und vereinfacht wird.

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Ultraschall

Es gibt verschiedene Ultraschalluntersuchungsmethoden in der Augenheilkunde.

 

Die B-Bild-Sonografie wird mit einer Sonde am geschlossenen Auge durch die Lider durchgeführt und ähnelt der Sonografie des Bauches. Mit dieser Methode können Augapfel, Augenmuskeln, Tränendrüse und der vordere Abschnitt der Augenhöhle bildlich dargestellt werden. Diese Untersuchung wird im Rahmen der Diagnostik verschiedener Augenerkrankungen hinzugezogen: z.B. Netzhaut-Ablösung, Glaskörperblutungen, Augapfeltumoren, Muskelentzündungen oder Fremdkörper, Linsentrübungen.

 

Die Ultraschall– Biometrie vermisst die Augapfellänge und Vorderkammertiefe. Diese Werte sind zur Berechnung der Kunstlinse im Rahmen einer geplanten Grauen Star-Operation notwendig. Diese Methode ist im Vergleich zum IOL-Master (Laserbiometrie) etwas ungenauer und nur unter Tropfanästhesie mit Hornhautkontakt durchführbar. Daher wird sie nur noch selten, v.a. bei einer fortgeschrittenen Linsentrübung, angewendet, da hier die lasergestützte Methode nicht funktioniert.

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Refraktive Chirurgie

Refraktive Chirurgie

Unseren Patienten möchten wir einen hohen Komfort an das Sehen anbieten. Somit haben wir uns auf Ihre Wünsche nach dem Sehen „Ohne Brille“ eingestellt und bieten Ihnen eine Alternative nach neuestem Stand der Medizin.

 

Zur Korrektur der Brechkraft stehen uns verschiedene Kunststofflinsen zur Verfügung, die sowohl die sogenannte Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) als auch eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) und höhere Refraktionsfehler (hohe Myopie (Kurzsichtigkeit) oder Hyperopie (Weitsichtigkeit)) ausgleichen können. Diese Kunststofflinsen werden entweder im Rahmen einer Grauen Star-Operation im Austausch zur entfernten trüben Linse oder bei jungen Patienten zusätzlich vor die natürliche Linse (add-on) bzw. nach Entfernung der klaren Linse (clear lens extraction) ins Auge implantiert. Katarakt operierte Patienten können mit einer multifokalen Intraokularlinse Brillenfreiheit erreichen.

 

Im Rahmen der Voruntersuchung werden die Augen korrekt vermessen, um die zu implantierende Linse präzise berechnen zu können. Weitere Augenerkrankungen sollten ausgeschlossen werden, da Sonderlinsen nicht für jeden Patienten geeignet sind. Wir legen daher größten Wert auf eine ausführliche präoperative Untersuchung und Beratung unserer Patienten.

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Laserchirurgie

Argon-Laser

Mit diesem Laser können Netzhautforamen oder -degenerationen behandelt werden. Durch Verödung der Netzhaut wird eine lokale Entzündung und anschließende Vernarbung hervorgerufen, was die Netzhaut mit ihrer Unterlage „verschweißt“ und damit einer Netzhautablösung vorbeugt.

 

Bei Diabetischer Netzhauterkrankung oder im Rahmen von Gefäßverschlüssen werden die peripheren Netzhautbereiche, die nicht mehr durchblutet sind, gezielt mittels Laserkoagulation behandelt. Dies beugt Gefäßproliferationen und den damit verbundenen Spätfolgen wie Glaskörperblutungen und Netzhautabhebungen vor. Oft sieht man auch einen positiven Effekt der peripheren Laserkoagulation auf ein begleitendes Makulaödem. Daher wird die Laserbehandlung oft auch ergänzend zur IVOM-Therapie eingesetzt.

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Argon-Lasertrabekuloplastik (ALT)

Die ALT ist eine invasive Behandlungsmethode des Grünen Stars. Mittels Argon-Laser wird das Trabekelmaschenwerk erweitert, was zur Verbesserung des Augenwasserabflusses und daraus resultierenden Augeninnendrucksenkung führt. Die Behandlung wird ambulant unter Tropfanästhesie mittels Kontaktglas durchgeführt und ist in der Regel schmerzarm. Der drucksenkende Effekt kann von Patient zu Patient stark schwanken und ist oft zeitlich limitiert. Die ALT findet vor allem Anwendung bei Patienten mit Tropfenunverträglichkeit.

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YAG-Laser

Nachstar: Im Rahmen der Heilung nach Katarakt-Operation kommt es bei bis zu einem Drittel der Patienten zur Ausbildung des sog. Nachstars. Dies ist eine Trübung der natürlichen Linsenkapsel, in der die Kunststofflinse implantiert ist. Sind die betroffenen Patienten durch die daraus resultierende Sehminderung beeinträchtigt, wird mittels YAG-Laser die trübe Hinterkapsel eröffnet. Die Behandlung dauert wenige Minuten, ist schmerzfrei und wird bei erweiterter Pupille durchgeführt.

 

Iridotomie: Bei Engwinkelglaukom oder Glaukomanfall (akuter Grüner Star) wird mittels YAG-Laser eine kleine Öffnung in die Regenbogenhaut geschnitten. Dadurch wird der Augenwasserfluss im Auge, speziell in die Vorderkammer verbessert und eine Blockade des Abflusses bzw. akuter Augeninnendruckanstieg vermieden.

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Weitere Laserbehandlungen

Weitere Laserbehandlungen, die wir nicht in unserer Praxis anbieten können:

 

Selektive Laser-Trabekuloplastik (SLT)

Die SLT ist ähnlich der ALT eine invasive Behandlungsmethode des Grünen Stars. Mittels Laser wird auch hier das Trabekelmaschenwerk erweitert, was zur Verbesserung des Augenwasserabflusses und daraus resultierenden Augeninnendrucksenkung führt. Die Behandlung ist etwas milder als die ALT, wird ambulant unter Tropfanästhesie mittels Kontaktglas durchgeführt und ist in der Regel schmerzfrei. Der drucksenkende Effekt kann von Patient zu Patient stark schwanken und ist meist zeitlich limitiert. Die Behandlung findet Anwendung bei Patienten mit Tropfenunverträglichkeit und kann wiederholt durchgeführt werden.

 

Refraktive Laserchirurgie

Mit einer Behandlung der Hornhaut mittels Femto-Sekundenlaser lassen sich Fehlsichtigkeiten wie Kurz-, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung korrigieren.

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Lidchirurgie

Lidfehlstellungen

Folgende Korrekturen führen wir ambulant durch und werden i.d.R. von den Krankenkassen übernommen.

  • einwärts und auswärts gedrehtes Unterlid (Entropium/Ektropium)
  • hängendes Oberlid (Ptosis)
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Kosmetische Lidchirurgie

Folgende Korrekturen führen wir ambulant durch. Dies sind i.d.R. keine Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

  • Blepharochalasis (Schlupflid)
  • Xanthelasma (Fettablagerung an den Lidern) kleine, gutartige Tumore ohne funktionelle Einschränkung (z. B. Alterswarzen)
     

    Störende Tränensäcke und Schlupflider lassen sich entfernen. Dabei werden überschüssiges Fett und Faltenbildende Haut, die über das obere Augenlid hängt, entfernt und die Haut dadurch gestrafft. Eine Augenlidchirurgie wird in der Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Da wir kosmetische Lidkorrekturen in den meisten fällen lasergestützt operieren, kommt es i.d.R. zu keinen Blutungskomplikationen oder unschönen Blutergüssen. Lidschwellungen bilden sich nach einigen Tagen zurück.

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Lidveränderungen

Lediglich die Entfernung bösartiger Lidveränderungen werden i.d.R. von den Krankenkassen übernommen. Gutartige Lidveränderungen werden nur bei ausgedehnten Befunden mit funktioneller Einschränkung von den Krankenkassen getragen.

  • Fibrom (Warze)
  • Xanthelasma (Fettablagerung an den Lidern)
  • Chalazion (Hagelkorn)
  • Navus (Leberfleck)
  • Basaliom (Weißer Hautkrebs)
  • Melanom (Schwarzer Hautkrebs)
  • u. a.
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